Veranstaltungsdetails

01.12.2018 - 20:00 Uhr / Flensburg / Volksbad

Erik Cohen

Erik Cohen Live 2018 - Nach 5 langen Jahren endlich zurück in Flensburg. Das Live-Finale der aktuellen Tour zu "III".

Nach “Nostalgie Für Die Zukunft” (2014) und “Weisses Rauschen” (2016) erscheint mit “III” vier Jahre nach Veröffentlichung des Debütalbums bereits der dritte ERIK COHEN-Langspieler. Auch die neue Platte wurde vollständig im DIY-Verfahren produziert und kommt wie gehabt über sein eigenes Label.
Wer die Vita des sympathischen Kielers kennt, weiß, dass er sich künstlerisch äußerst ungern wiederholt und seit jeher dazu neigt, sein Publikum mit neuen Ansätzen zu überraschen. Die ureigenen klanglichen Trademarks behält er dabei allerdings konsequent im Auge. Spielte sein letztes Album noch weitläufiger mit Wave, klassischen Popanleihen und den unterschiedlichen Spielarten des Rock, stehen jetzt die geradlinigsten, treibendsten Songs des norddeutschen Originals ins Haus.

Erwartungsgemäß wird die alte Tante Rockmusik auch dieses Mal in unterschiedlichen Facetten gefeiert. Allerdings passiert dies nun in reduzierterer Form als auf den beiden Vorgänger-Alben, auf den Einsatz von Tasteninstrumenten wurde gänzlich verzichtet. Die neuen Lieder präsentieren sich in einem etwas staubigeren Soundmantel als es noch auf der eher auf klangliche Eleganz ausgelegten LP "Weisses Rauschen" der Fall war. Meint: Basslastige Wave-Anstriche stehen deutlich weniger im Fokus als zuletzt, auf "III" dominiert die Gitarre. Das wird bereits mit dem Opener "Mexikanische Lieder" deutlich und zieht sich einmal quer durch die Platte.

Auf das gewohnte Variantenreichtum wird nach wie vor nicht verzichtet: Uriger Metal trifft Hardcore-Anleihen, perfekte Alternative-Wellen türmen sich auf originären Punkrock eingängigster Prägung und breitbeinig-klassischer Stadionrock der späten Sechziger und frühen Siebziger Jahre sagt auch nochmal “Hallo“. Die Hosenbeine flattern wieder und das gute, alte Nietenarmband hat noch lange nicht ausgedient. Rockige Judas Priest, Corrosion Of Conformity, Turbonegro, Hellacopters, alte Iron Maiden, die originalen Misfits, Oasis, Motörhead… Hier wie dort schimmert immer wieder schön was durch und Hüte werden charmant gezogen. Man kennt und verehrt seine musikalischen Helden, kopiert aber nicht. Vielmehr wird neu und bunt zusammengesetzt, was organisch zueinander passt.

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