30 vegane Tage

28.06.2017

Endspurt im Selbstversuch

Bildnachweis: fotolia.de

Heute kann ich 26 von 30 Tagen auf meiner Liste abhaken. Ich befinde mich nun auf dem Endspurt meines Selbstversuches und ich finde es total komisch daran zu denken, dass ich theoretisch am Ende der Woche damit durch bin. Gestern habe ich Prospekte durchgeguckt und mir ganz automatisch vegane Produkte rausgesucht. Und je mehr ich darüber nachdenke in meinen alten Trott zu verfallen, desto absurder finde ich die Vorstellung.

Ich gebe zu – ich freue mich darauf Dinge mit ganz viel Käse zu überbacken und eine Tafel Vollmilchschokolade zu essen. Aber ich möchte mein neues Gefühl nicht loswerden. Und auch wenn ich daran denke, wie lecker Döner riecht, kann ich es mir gar nicht vorstellen Fleisch zu essen. Hat sich also wirklich grundlegend etwas geändert?

In der heutigen Gesellschaft muss man jeden in eine Schublade stecken können. Es wird als Antwort nicht akzeptiert, dass man einfach so lebt, wie man lebt. Die Leute wollen also Wissen, ob du gerne Fleisch isst, vegetarisch lebst oder Veganer bist. Ich finde das albern. Und ich kann mir gerade auch nicht vorstellen dauerhaft vegan zu leben. Einerseits weil ich manche Dinge auch in einem nicht-veganen Lebensstil ethisch für mich  vertreten kann. Andrerseits weil die Leute immer eine Erklärung erwarten. Ich habe tatsächlich in den letzten Wochen erlebt, dass mir jemand sein herzliches Beileid in Bezug auf meinen veganen Lebensstil ausdrückt. Wenn ich mir also von der Gesellschaft ein Etikett aufkleben lasse, dann muss ich mich auch immer dafür rechtfertigen. Dazu habe ich eigentlich gar keine Lust.

Ich freue mich jetzt einfach auf meine letzten Tage des Selbstversuchs und habe jede Menge Rezepte, die ich noch unbedingt ausprobieren möchte. Was ich nächste Woche Montag dann denke, wenn ich offiziell „befreit“ bin von dem Druck, den ich mir selbst gemacht habe, könnt ihr natürlich online lesen.

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